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Assen
Sonntag 23. August 2009

Das Rennen in Assen war alles andere als einfach: dreimal Motorschaden!!

Nachdem ich im freien Training die neue Strecke ein bisschen kennengelernt hatte, bekam ich beim runterschalten immer mehr Probleme, den Gang richtig einzulegen und nach etwa 6 Runden, stellte der Motor beim heraus beschleunigen einfach ab. Ich dachte zuerst an Benzinmangel, doch als ich ihn nachdem ich ins Kiesbett gefahren war versuchte zu starten, kam ein schreckliches Geräusch aus dem Motor und ich wusste, das da wohl was nicht in Ordnung war. Später stellte sich heraus, dass es wahrscheinlich ein Kurbelwellenlager war. Das war Motor Nr. 1. Zum Glück hatten wir noch einen Ersatzmotor bei uns, den wir noch am Freitagabend einbauten.

Das erste Zeittraining begann am Samstag um 10 Uhr. Es war strahlendes Wetter, und ich freute mich unheimlich um endlich wieder auf die Strecke zu können. Jedoch schon in der vierten Runde der schreck. Wieder genau das gleiche, wie am Vortag. Ich konnte es nicht fassen!! Und so musste ich das ganze Zeittraining wieder vom Streckenrand aus beobachten.
Jetzt hatten wir zwei Probleme: Wir hatten keinen Motor mehr, und wir hatten nur zwei Stunden um eine Lösung zu finden. Aber wie es im Motorsport ist, bekamen wir Hilfe von einem anderen Konkurrenten, der uns seinen Ersatzmotor ausleite. Sofort begannen wir wieder, den Motor einzubauen, dabei bekamen wir noch Hilfe von Bekannten. Das war Motor Nr. 2.

Eine halbe Stunde vor Beginn des zweiten Zeittrainings begann es zu Regnen, und ich wusste dass ich so meine Startposition nicht verbessern konnte. Den Motor brachten wir noch rechtzeitig zum Laufen und ich konnte wieder auf die Strecke. Es war sehr schwierig, im Regen zu fahren und ich musste einige Male den „Notausgang“ nehmen. Der Motor lief eigentlich sehr gut, bis ich am Ende der Gegengeraden herunterschalten wollte, und dann das Hinterrad schlagartig Blockierte. Da ich das schon zweimal in Magione erlebt hatte, wusste ich, dass ich sofort die Kupplung ziehen musste. Es schlenkerte noch ein paar Mal hin und her, bis ich geradeaus fuhr und neben der Piste zum stehen kam. Derzeit wurde das Training gerade abgebrochen, weil gerade etwa achte Fahrer zu Sturz kamen. Das war Motor Nr. 3.
Ich verlor schon fast die Motivation aber Papa sagte, wir probieren es noch mal.

Wir suchten noch mal das Fahrerlager nach einem Ersatzmotor ab und durften einen ganz frisch revidierten Motor ausleihen, den wir wieder sofort montierten. Das Rennen fand um 16:15 statt. Es hatte inzwischen wieder abgetrocknet. Ich hatte Startplatz 26 und einen riesigen Ehrgeiz. Mein Start klappte nicht optimal, doch schon in der ersten Kurve war ich auf Platz 15! Ich verlor noch drei Plätze in der ersten Runde und lag so auf Platz 18. Leider konnte ich der vor mir fahrenden Gruppe nicht dran bleiben und verlor so den Anschluss. Aber es konnte sich auch keiner an mir halten und so fuhr ich das ganze Rennen hinüber alleine. Und in der letzten runde stürzten noch vier Fahrer vor mir und ich kam schlussendlich als 14. über die Ziellinie.
Es war ein sehr hartes Wochenende, jedoch hat es sich schlussendlich doch noch gelohnt. Das wäre aber alles nicht möglich gewesen ohne die super Arbeit von den beiden Mechanikern Martin und Chrigu. Und die Seelische Aufmunterung von Brigitte!!!


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